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PRESSEMITTEILUNG | 24.11.2022

DIE MANDOLINE IST INSTRUMENT DES JAHRES 2022

Start in das Mandolinenjahr in vierzehn Bundesländern

Den Platz des Instruments des Jahres nimmt ab dem 01.01.2023 die Mandoline ein.

Seit 2008 wird jedes Jahr ein Instrument des Jahres gekürt und 12 Monate in den Fokus gestellt. Jedes Bundesland beruft eigene Schirmherrinnen und Schirmherren und hat seine eigene Vorgehensweise, um das länderübergreifende Ziel zu erreichen: Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten der Mandoline zu lenken.

Die Mandoline – die Brückenbauerin unter den Instrumenten

Obgleich sie heute unter den Instrumenten eher einen Exotenstatus besitzt, war die Mandoline immer auch ein Instrument, das es schaffte, Brücken zu bauen – und dies aus unterschiedlichsten Perspektiven: Historisch gesehen von der Barockzeit über die Klassik u.a. mit Kompositionen von Mozart und Beethoven, bis zur Moderne und Postmoderne. Kommt die Mandoline als Nachfolgerin der Laute auf den ersten Blick eher aus dem höfischen Bereich, so war sie doch immer ein Volksinstrument, „eine Geige der Arbeiter“, die zu den Mandolinenorchestern – den „Sinfonieorchestern des kleinen Mannes“ führten. Sie war das Instrument der Wandervogelbewegung. Die Brücke in die Musik anderer Kulturkreise lässt sich leicht über die Verwandtschaft zu anderen Lauteninstrumenten wie der Bağlama schlagen.

Entdecken Sie mit uns die Mandoline neu!

Wir freuen uns sehr, dass Jeanette Mozos del Campo die Schirmherrschaft in Rheinland-Pfalz übernehmen wird. Sie ist eine national und international gefragte Dozentin bei Festivals und Kursen und regelmäßig als Jurorin im In- und Ausland vertreten. Rheinland-Pfalz ist sie durch ihre langjährige Tätigkeit als Konzertmeisterin und Dozentin im Landeszupforchester verbunden.

Details zu den Aktivitäten in Rheinland-Pfalz werden auf einer Pressekonferenz Anfang 2023 bekannt gegeben.

 

PRESSEMITTEILUNG | 14.11.2022

WIE AN WEIHNACHTEN – ÜBERFÜLLTE KIRCHEN BEIM 2. MAINZER ORGELSPAZIERGANG

Der durch den Landesmusikrat Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 initiierte Orgelspaziergang entwickelt sich bereits im zweiten Jahr zu einem wahren Publikumsmagneten.

Am Sonntag, den 13. November 2022 lud der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz bei freiem Eintritt erneut zu einem besonderen Orgel-Event in die Mainzer Innenstadt. Wie bereits im Vorjahr bot sich für das interessierte Publikum die Gelegenheit, die Orgeln in fünf Mainzer Kirchen in Kurzkonzerten von je 30 Minuten kennenzulernen. Die Organisatoren des Landesmusikrats entwickelten einen logistisch ausgeklügelten Rundgang der die Zuhörer am vergangenen strahlenden Herbstsonntag auf einer attraktiven Route durch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt führte. Den Startpunkt bildete St. Ignaz in der Mainzer Altstadt. Weiter ging es nach St. Stephan, zur Augustinerkirche, zum Dom bis zum Abschluss in der Christuskirche. In den fünf Kirchen konnte das große Klangspektrum der Orgeln erlebt werden.

Bereits im letzten Jahr waren die Verantwortlichen vom großen Zuspruch überrascht. Doch die Zuhörerzahlen übertrafen am diesjährigen Volkstrauertag alle Erwartungen. Jede der fünf teilnehmenden Kirchen war voll besetzt, zum Teil fanden die Zuhörer nur noch Stehplätze, doch tat das der positiven Stimmung keinen Abbruch. So nutzten mehr als 500 Personen das besondere Angebot des Landesmusikrats.  Nach der Orgelpräsentation in der Christuskirche tauschte man sich bei Wein und Brezeln in intensiven Gesprächen über die äußerst erfolgreiche zweite Auflage des Mainzer Orgelspaziergangs aus.

Der Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, Peter Stieber, zur Orgelveranstaltung am vergangenen Sonntag: „Der große Erfolg unseres Projektes im Jahr 2021 und die äußerst positive Resonanz in 2022 zeigt uns, dass wir mit der Idee des Mainzer Orgelspaziergangs eine Lücke im Veranstaltungskalender der Stadt aufgetan haben. Das Orgel-Event wird zukünftig zu einer festen Einrichtung im November werden.“

Fotonachweise: Großer Publikumszuspruch im Dom und in der Augustinerkirche (Foto: @Landesmusikrat/Etienne Emard)


 

PRESSEMITTEILUNG | 18.10.2022

Landesmusikrat verleiht an Hermann Bäumer Preis für die Verdienste um die MusikKultur

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz, Dachverband für das Musikleben im Land und somit Interessenvertreter von mehr als 500.000 musizierenden Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, verleiht am Freitag dem 28. Oktober im Rahmen eines Konzerts im Staatstheater Mainz den „Preis des Landesmusikrats für die Verdienste um die MusikKultur“ an den Generalmusikdirektor des Staatstheaters Mainz, Hermann Bäumer. Die Laudatio übernimmt Klaus Wallendorf, ehemaliges Mitglied der Berliner Philharmoniker und Autor. Das Konzert ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz, dem LandesJugendOrchester und dem LandesJugendChor Rheinland-Pfalz. Es wird vom Preisträger Hermann Bäumer geleitet. 

Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, freut sich sehr über das einstimmige Votum des Präsidiums, Hermann Bäumer zum vierten Preisträger zu küren: „Hermann Bäumer ist ein herausragender Protagonist der rheinland-pfälzischen Musikszene und ein großer Förderer der musikalischen Jugend. Neben seinem wiederholten Einsatz als Dirigent unseres LandesJugendOrchesters zeichnet sich Bäumer auch durch seinen Einsatz für die zeitgenössische Musik aus. So sind das Kooperationsprojekt „Mainzer Komponistenportrait“ oder die von ihm konzipierte Konzertreihe „Auf Wiederhören“ beispielhafte Ideen für die Unterstützung der Neuen Musik.“

Hermann Bäumer ist seit der Spielzeit 2011/2012 Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz sowie Generalmusikdirektor des dortigen Staatstheaters. Als einstiger Berliner Philharmoniker weiß er um die Raffinessen guter Orchesterarbeit und wird für seine bescheidene und der Musik verpflichteten Art von Orchestern auf der ganzen Welt geschätzt.

Von 2004 bis 2011 war er Generalmusikdirektor des Osnabrücker Sinfonieorchesters und bekam für die Einspielung der 1. und 2. Sinfonie des Komponisten Josef Bohuslav Foerster einen ECHO Klassik. In Mainz dirigiert Hermann Bäumer nicht nur beeindruckende Sinfoniekonzerte – 2018/2019 für das Beste Konzertprogramm der Saison durch den Deutschen Musikverleger-Verband ausgezeichnet –, sondern zeigt sich natürlich auch als versierter Operndirigent. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen unter anderem Ligetis Le Grand Macabre, Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Poulencs Dialogues des CarmélitesMathis der Maler von Paul Hindemith und Boris Godunow von Modest Mussorgskij.

Der Preis des Landesmusikrats für die Verdienste um die MusikKultur wird in unregelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderem Maße durch ihr Engagement für die MusikKultur im Land verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger waren im Jahr 2011 der ehemalige Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, Hans-Peter Schössler, im Jahr 2014 der rheinland-pfälzische Komponist Volker David Kirchner und im Jahr 2019 der langjährige Domkapellmeister am Hohen Dom zu Mainz Prof. Mathias Breitschaft.

 Das Konzert mit Preisverleihung findet am Freitag, den 28. Oktober 2022 um 20 Uhr im Staatstheater Mainz statt. Karten sind erhältlich im Vorverkauf des Staatstheaters. Auf dem Programm des Konzerts stehen Debussys „La Damoiselle élue“ und Ravels „Daphnis et Chloé“. Es musizieren und singen das Philharmonische Staatsorchester Mainz gemeinsam mit dem LandesJugendOrchester und dem LandesJugendChor Rheinland-Pfalz unter musikalischer Leitung von Hermann Bäumer.

Fotonachweis: Der Preisträger Hermann Bäumer (© Felix Broede)

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PRESSEMITTEILUNG | 01. September 2022

Infektionsschutzgesetz und Energiekrise zum Nachteil der Musik?

Landesmusikräte, Deutscher Musikrat und Bundesmusikverband Chor & Orchester schlagen Alarm

Die geplante Novelle des Infektionsschutzgesetzes sowie die drohende Zuspitzung der Energiekrise stellt eine Gefahr für das professionelle und das Amateurmusizieren in Rheinland-Pfalz dar. Die Konferenz der Landesmusikräte, in der auch der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz Mitglied ist, hat gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat und dem Bundesmusikverband Chor & Orchester einen 5-Punkte-Plan erarbeitet um die MusikKultur zu erhalten.

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz als Dachverband für das Musikleben in Rheinland-Pfalz appelliert an die Bundes- und Landeregierung, den 5-Punkte-Plan in ihre Überlegungen einzubinden.

Hierzu Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats: „Im besonderen Fokus steht für uns die Amateurmusik: Es ist undenkbar, dass Musizierende sich vor dem Besuch einer Probe kostenpflichtig testen oder sich ein viertes oder fünftes Mal impfen lassen, was auch nicht den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission entspricht. Die Amateurmusik hat in den vergangenen zwei Jahren erheblich unter der Pandemie gelitten und beklagt einen noch nie dagewesenen Mitgliedsschwund. Wird das praktische Musizieren nicht mit eigenen praktikablen Regelungen bedacht, die dennoch eine höchstmögliche Sicherheit für die Teilnehmenden gewährleisten, bedeutet dies das Aus für die Amateurmusik in Rheinland-Pfalz wie wir sie kennen.“

„Der drohende Corona-Herbst und -Winter wird zusätzlich durch die dramatische Energiekrise die MusikKultur im professionellen wie im Amateurbereich hart treffen. Dem gilt es nun entgegenzuwirken.“, so Peter Stieber weiter.

5-Punkte-Plan für die MusikKultur im Winter 2022/2023

  1. Wiedereinführung kostenloser Corona-Tests für den Kulturbereich

Damit werden der kontinuierliche und sichere Proben- und Aufführungsbetrieb sowohl im professionellen wie im Amateur-Musikbetrieb unterstützt und kulturelle Teilhabe weiterhin ermöglicht.

  1. Keine Maskenpflicht für Musizierende bei Kultur- und Musikveranstaltungen

Damit wird der Eigenverantwortlichkeit jeder und jedes Einzelnen Rechnung getragen. Es gehört längst zur gelebten Praxis, dass man sich mit Erkältungs-Symptomen auf Corona testet und vorsorglich zu Hause bleibt. Sollte eine hohe Infektionslage dies erfordern, sind Testungen aller an Kulturveranstaltungen Teilnehmenden mittlerweile gut umsetzbar.

  1. Anteiliger Energiekostenzuschuss für Musikveranstalter*innen und Musikvereine

Damit wird das öffentliche Musikleben trotz der im Herbst und Winter zu Erwartenden, drastischen Anstiege der Energiekosten wirtschaftlich gesichert. 80 % der zusätzlichen Energiekosten von Musikveranstalter*innen und Musikvereinen sollten durch Zuschüsse übernommen werden.

  1. Öffentliche Räume, etwa von Schulen, Vereinen und Kommunen, für Musikproben zur Verfügung stellen

Damit wird der im Herbst und Winter steigenden Notwendigkeit nach größeren Probenräumen, in denen die ggf. nötigen Abstände eingehalten werden können, Rechnung getragen. Geeignete öffentliche Orte als „Kulturorte“ zu nutzen, ist eine Grundlage dafür, den Menschen weiterhin Zugang zum Musikleben zu garantieren.

  1. Einheitliche Corona-Verordnungen in allen Städten und Gemeinden, über die sich der Deutsche Gemeinde- und Städtetag abstimmt

Damit wird die Planungssicherheit sowohl für die Organisation von Tourneen als auch die von Veranstaltungen vor Ort aufrechterhalten. Corona-Maßnahmen müssen den aktuellen Erkenntnissen, etwa zur nachhaltigen Raumlufthygiene, zu medizinischen Entwicklungen in Bezug auf Corona und dem Grad der gesellschaftlichen Immunität Rechnung tragen und dürfen nicht pauschal oder prophylaktisch verordnet werden.