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| Dirigentenlehrgang KMV Birkenfeld "Nachschlag" gern genommen |
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| Das Orchester beim "Nachschlag" |
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Im Kirner Gesellschaftshaus fand der Dirigentenlehrgang "Nachschlag 2010", eine Koproduktion des Kreismusikverbands Birkenfeld und der Musikschule Kirn-Meisenheim-Bad Sobernheim, statt.
Jochen Lorenz, Leiter der Musikschule und Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Obere Nahe, und Georg Bußmann, Geschäftsführer des Kreismusikverbandes, standen als Dozenten für zwölf lernbegierige "Nachschläger" bereit. Während Bußmann die Einsteiger betreute, hatten die "Weiterlerner" das Vergnügen mit Lorenz. Zunächst ging es den Dozenten darum, Grundsätze der Schlagtechnik zu vermitteln. Nicht nur die Taktart, auch das Tempo, die Artikulation und noch vieles mehr galt es, in Trockenübungen mit dem Taktstock umzusetzen. Gerade die Zusammenarbeit beziehungsweise das Gegenspiel der linken und rechten Hand beim Dirigieren stellte die Lehrgangsteilnehmer vor interessante Herausforderungen.
Nach den ersten praktischen Übungen ging es an die Arbeit mit der Partitur. Taktwechsel, Melodieführungen, Harmoniewechsel und noch vieles mehr gab es zu entdecken, jedoch noch ohne "richtige" Musik, sondern in den Köpfen der Dirigentenschüler.
Am zweiten Tag stand die Praxis im Vordergrund. Zunächst hatten die "Nachschläger" noch einmal die Möglichkeit, Detailfragen zu Schlagtechnik und Partitureinrichtung mit den Dozenten zu klären. Doch dann war es mit den Trockenübungen vorbei. Sehr zur Freude des Lehrgangs hatte sich ein spielstarkes Orchester zusammengefunden, das mit großer Spielfreude und Geduld den Anweisungen der verschiedenen Dirigenten folgte. Jeder Lehrgangteilnehmer hatte zwei Einheiten zur Verfügung, in denen er oder sie nach eigenen Vorstellungen mit dem Orchester arbeiten konnte.
Der Morgen des dritten Tages begann sportlich. Jochen Lorenz machte mit dem Lehrgang sehr interessante Gymnastik für Dirigenten und Übungen zur Motorik und Koordination. Georg Bußmann referierte über die Gestaltungsmöglichkeiten einer Orchesterprobe und hob dabei die besondere Verantwortung, aber auch die kreativen Möglichkeiten eines Dirigenten hervor.
"Conducting in Extreme" - "Extremes Dirigieren" stellte den Lehrgang erneut vor eine interessante Herausforderung. Man packte die Instrumente aus und musizierte gemeinsam, wobei jeder einmal Dirigent war. Jedoch erfolgte die Übergabe der Stabführung fließend, ohne dass die Musik abriss. "Egal was, Hauptsache ihr macht etwas", riefen die Dozenten den Nachschlägern zu. Die Folge: extreme Tempowechsel, starke Dynamikveränderung und völlig andere Artikulation. Das Ziel: erfahren, wozu ein Orchester fähig ist, wenn es entsprechend geführt wird oder wie extrem die Reaktionen von Musikern sein können.
Die Dozenten waren sehr zufrieden mit "ihrem" Lehrgang und überreichten den Teilnehmern ihre Teilnahmebescheinigungen.
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